Jäger an der Frontlinie: Wie sie helfen, die Afrikanische Schweinepest zu stoppen
Published about 1 month ago in News

Jäger an der Frontlinie: Wie sie helfen, die Afrikanische Schweinepest zu stoppen

Jäger sind Schlüsselakteure bei der Verhinderung der Ausbreitung der afrikanischen Schweinepest (ASP), indem sie frühzeitig Fälle erkennen, Wildschweintode melden und die Biosecurity-Regeln befolgen.

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Martina Osmak
Director of Marketing

Warum Jäger bei der ASF-Prävention wichtig sind

Die Afrikanische Schweinepest ist eine tödliche Krankheit, die sich schnell unter Wildschweinen und Hausschweinen verbreitet. Es gibt keinen Impfstoff oder Heilmittel, daher hängt die Eindämmung der Krankheit von schnellem Handeln ab. Jäger sind oft die Ersten, die infizierte Wildtiere antreffen. Das macht sie unerlässlich für frühe Meldungen und zur Verlangsamung der Ausbreitung.

In der Schweiz haben die Behörden Jäger geschult, um Wildschweinkadaver zu erkennen und zu melden. Diese Meldungen helfen Experten, Ausbrüche frühzeitig zu erkennen und schnell zu handeln, um das Virus einzudämmen.

Kroatien ordnet vollständige Jagd auf Wildschweine an

In Kroatien hat die Regierung noch direktere Maßnahmen ergriffen. Das Ministerium für Landwirtschaft hat die vollständige Ausrottung von Wildschweinen in Regionen angeordnet, in denen sich ASF ausbreitet – insbesondere in den Landkreisen Vukovarsko-srijemska und Osječko-baranjska.

„Das mag kurzfristig wie ein Rückschritt erscheinen“, sagte Minister David Vlajčić, „aber langfristig bauen wir ein besseres System auf.“ Er betonte, dass die Jäger bereits aktiv werden. Von April bis Juli 2025 wurden 108 Wildschweine erlegt, darunter 61 allein in den letzten zwei Wochen.

Die Jäger handeln nicht allein – die Unterstützung der Regierung umfasst Entschädigungen und Hilfe für Landwirte, die die Vorschriften zur Biosicherheit einhalten.

Intelligentes Jagen und Biosicherheit gehen Hand in Hand

Die Kontrolle der ASF geht nicht nur um Zahlen – es geht auch darum, wie die Jagd durchgeführt wird. Wenn Kadaver unsachgemäß behandelt oder Geräte nicht richtig gereinigt werden, kann sich das Virus durch Schlamm, Blut oder Werkzeuge ausbreiten.

Eine kürzlich durchgeführte Studie im Juni 2025 erklärt, wie sich die Bewegungen von Wildschweinen mit den Jagdsaisons ändern und wie sich dies auf die Übertragung der ASF auswirkt. Sie zeigt, dass gut getimte, verantwortungsvolle Jagdpraktiken diese Risiken minimieren können.

Schulung und Kommunikation machen den Unterschied

Im Samara-Gebiet in Russland untersuchten Forscher, wie gut die Jäger die ASF verstanden. Die Ergebnisse waren eindeutig: Das Bewusstsein ist hoch, aber es bedarf besserer Anweisungen und Kommunikation seitens der Behörden. Wenn Jäger gut informiert sind, können sie schnell handeln und Fehler vermeiden, die Ausbrüche verschlimmern.

Dies verstärkt die Idee, dass die Bereitstellung der richtigen Werkzeuge, Kenntnisse und Unterstützung die Jäger zu wichtigen Verbündeten macht – nicht nur zu Schützen, sondern zu Beschützern der öffentlichen und tierischen Gesundheit.

Abschließende Gedanken

Ob durch frühe Meldungen, verantwortungsvolle Jagd oder staatlich unterstützte Jagdbetriebe, Jäger stehen an vorderster Front der ASF-Prävention. Mit fortgesetzter Schulung, klarer Kommunikation und starken Richtlinien wird ihre Rolle nur an Bedeutung gewinnen, während Länder wie Kroatien, die Schweiz und Russland darum kämpfen, die Ausbreitung einzudämmen.

Quellen: