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Rückkehr der Schaf- und Ziegenpest in Kroatien, während neue Schutzzonen ausgeweitet werden
Die Behörden haben die Seuchenschutzgebiete ausgeweitet, nachdem in Zentralkroatien ein neuer Ausbruch der Pest der kleinen Wiederkäuer bestätigt wurde.

Martina Osmak
Director of Marketing
Neuer Fall führt zu zusätzlichen Beschränkungen
Die kroatischen Veterinärbehörden haben die Sperrzonen ausgeweitet, nachdem ein neuer Ausbruch der Peste des petits ruminants (PPR), auch bekannt als Schaf- und Ziegenpest, in der Ortschaft Donji Dragičevci nahe Čazma in der Gespanschaft Bjelovar-Bilogora bestätigt wurde.
Der jüngste Fall tritt nur wenige Monate nach der erfolgreichen Aufhebung der Beschränkungen im Zusammenhang mit früheren Ausbrüchen in Dalmatien auf, wo die Krankheit Ende 2025 erstmals im Land festgestellt wurde.
Infolgedessen wurden nun Schutz- und Überwachungszonen in Teilen mehrerer Gespanschaften eingerichtet, darunter:
Bjelovar-Bilogora
Požega-Slavonia
Virovitica-Podravina
Koprivnica-Križevci
Sisak-Moslavina
Gespanschaft Zagreb
Krankheit kehrt nach früherem Erfolg zurück
Kroatien stellte PPR erstmals im Dezember 2025 in der Gemeinde Prgomet fest. In den darauffolgenden Monaten wurden mehrere Ausbrüche in Schaf- und Ziegenbeständen in Dalmatien registriert.
Bekämpfungsmaßnahmen stoppten schließlich die Ausbreitung, und alle Sperrzonen in den betroffenen südlichen Gespanschaften wurden im März 2026 aufgehoben.
Der neue Nachweis in der Nähe von Daruvar und Čazma zeigt, dass das Virus trotz dieser früheren Erfolge weiterhin eine Bedrohung darstellt.
Was von Landwirten verlangt wird
Das Landwirtschaftsministerium hat Schaf- und Ziegenhalter, Viehtransporteure, Scherer und andere Branchenbeteiligte dazu aufgerufen, die Biosicherheitsmaßnahmen im ganzen Land zu verstärken.
Empfohlene Maßnahmen umfassen:
Kontakt zwischen Herden verhindern
Tiere aus unterschiedlichen Herden sollten nach Möglichkeit nicht miteinander in Kontakt kommen. Die Verringerung von direktem Kontakt bleibt eine der wirksamsten Methoden, um die Übertragung zu begrenzen.
Tierbewegungen einschränken
Bewegungen von Schafen und Ziegen sollten auf ein Minimum reduziert und nur im Einklang mit den offiziellen Vorschriften und Genehmigungen durchgeführt werden.
Ausrüstung gründlich reinigen
Werkzeuge, Fahrzeuge und Geräte, die auf Betrieben eingesetzt werden, sollten entweder für einen einzigen Bestand reserviert bleiben oder vor dem Einsatz an anderer Stelle gereinigt und desinfiziert werden.
Besucher und Fahrzeuge kontrollieren
Landwirten wird geraten, den Zugang zu Tierhaltungsanlagen genau zu überwachen und unnötigen Verkehr in Tierbereichen zu reduzieren.
Verdächtige Symptome schnell melden
Jegliche ungewöhnliche Erkrankungen, Todesfälle oder Krankheitsanzeichen sollten umgehend einem Tierarzt gemeldet werden.
Wie sich das Virus verbreitet
PPR ist eine hochansteckende Viruserkrankung, die Schafe und Ziegen befällt. Sie verbreitet sich vor allem durch engen Kontakt zwischen infizierten und gesunden Tieren.
Das Virus kann vorkommen in:
Nasenausfluss
Augensekreten
Speichel
Tröpfchen beim Husten
Kot
Infizierte Tiere können das Virus über längere Zeit ausscheiden, was das Übertragungsrisiko innerhalb und zwischen Herden erhöht.
Eine indirekte Verbreitung ist ebenfalls möglich, etwa über kontaminierte Ausrüstung, Einstreu, Futterplätze, Fahrzeuge und Weideflächen.
Warnzeichen, auf die Landwirte achten sollten
Die Krankheit greift sowohl die Atemwege als auch den Verdauungstrakt an.
Häufige Symptome sind:
Hohes Fieber
Appetitlosigkeit
Schwäche und Teilnahmslosigkeit
Bewegungsschwierigkeiten
Ausfluss aus Augen und Nase
Husten und Atemprobleme
Durchfall
Im Verlauf der Krankheit können dicke Sekrete Krusten um die Nüstern bilden und das Atmen zunehmend erschweren.
Zur Bestätigung einer Infektion sind Labortests erforderlich, da einige Symptome anderen Tierkrankheiten ähneln können.
Wirtschaftliche Folgen können gravierend sein
Obwohl PPR den Menschen nicht infiziert und für Verbraucher kein Lebensmittelsicherheitsrisiko darstellt, kann die Krankheit erhebliche Verluste für Tierhalter verursachen.
Nach den europäischen Tiergesundheitsvorschriften ist PPR als Tierseuche der Kategorie A eingestuft. Das bedeutet, dass die Behörden bei einem bestätigten Fall umgehend handeln müssen.
Maßnahmen können umfassen:
Bewegungsbeschränkungen
Einrichtung von Schutz- und Überwachungszonen
Tötung empfänglicher Tiere in betroffenen Beständen
Reinigung und Desinfektion von Betrieben
Landwirte können möglicherweise Entschädigungen erhalten, sofern sie die tierseuchenrechtlichen Vorschriften einhalten.
Behörden mahnen zur Wachsamkeit
Die kroatischen Behörden rufen alle an der Schaf- und Ziegenproduktion Beteiligten dazu auf, wachsam zu bleiben und alle Vorgaben zur Seuchenbekämpfung zu befolgen.
Da nun ein neuer Ausbruch im Zentrum Kroatiens bestätigt wurde, wird die Verhinderung einer weiteren Ausbreitung maßgeblich von schneller Meldung, strenger Biosicherheit und Zusammenarbeit im gesamten Viehsektor abhängen.
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