Rückkehr der Aujeszky-Krankheit: Landwirte zu erhöhter Wachsamkeit aufgerufen

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Rückkehr der Aujeszky-Krankheit: Landwirte zu erhöhter Wachsamkeit aufgerufen

Die Aujeszkysche Krankheit, eine schwere Viruserkrankung bei Schweinen, tritt in Teilen Europas wieder auf und sorgt bei Landwirten und Tiergesundheitsbehörden für Besorgnis.

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Martina Osmak

Director of Marketing

Was ist die Aujeszkysche Krankheit?

Die Aujeszkysche Krankheit, auch Pseudowut genannt, wird durch ein Herpesvirus verursacht, das hauptsächlich Schweine befällt. Obwohl es auch andere Tiere wie Rinder, Schafe, Hunde und Katzen infizieren kann, sind Schweine der Hauptwirt und die einzige Tierart, die die Infektion überleben kann.

Die Krankheit stellt kein Risiko für den Menschen dar, was für die Beruhigung der Öffentlichkeit wichtig ist.

Warum Fachleute besorgt sind

Aktuelle Berichte von Betrieben aus Teilen Europas zeigen neue Fälle der Krankheit. Behörden warnen, dass sich das Virus leise und schnell ausbreiten kann.

Es kann in Betriebe eingeschleppt werden durch:

  • Infizierte Schweine ohne sichtbare Symptome

  • Kontaminierte Ausrüstung, Kleidung oder Fahrzeuge

  • Kontakt mit Wild- oder verwilderten Schweinen

Das Virus kann in der Umwelt mehrere Tage überleben, was die Bekämpfung erschwert.

Symptome hängen vom Alter ab

Die Auswirkungen der Krankheit variieren je nach Alter des Schweins.

Junge Ferkel

  • Hohes Fieber

  • Schwäche und Appetitverlust

  • Schwere nervöse Symptome wie Zittern oder Krampfanfälle

  • Sehr hohe Sterblichkeitsrate, oft nahe 100 %

Wachsende Schweine

  • Atemprobleme

  • Niesen und Nasenausfluss

  • Fieber und verlangsamtes Wachstum

Erwachsene Schweine

  • Leichte oder keine sichtbaren Symptome

  • Können zu langfristigen Virusträgern werden

Tragende Sauen

  • Aborte

  • Totgeburten

  • Rückkehr in die Rausche

Andere gefährdete Tiere

Tiere wie Hunde und Rinder können sich infizieren, meist nach Kontakt mit Schweinen oder rohem Schweinefleisch. Bei diesen Tierarten verläuft die Krankheit fast immer tödlich.

Ein wichtiges Anzeichen ist starker Juckreiz, manchmal „mad itch“ genannt, der dazu führt, dass sich die Tiere selbst verletzen.

Keine Heilung, aber Vorbeugung wirkt

Es gibt keine spezifische Behandlung der Aujeszkyschen Krankheit. Die Bekämpfung beruht auf Vorbeugung und schnellem Handeln.

Wichtige Maßnahmen sind:

  • Impfung der Schweinebestände

  • Strenge Betriebshygiene und Desinfektion

  • Begrenzung des Kontakts mit Wildtieren

  • Schnelle Meldung von Verdachtsfällen

Impfstoffe sind wirksam und helfen, die Ausbreitung des Virus zu verringern.

Was bei einem Ausbruch passiert

Wenn die Krankheit bestätigt wird, gelten strenge Vorschriften:

  • Tierbewegungen werden gestoppt

  • Betriebe können unter Quarantäne gestellt werden

  • Infizierte Bestände müssen möglicherweise gekeult werden

Diese Schritte sind notwendig, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern und die gesamte Nutztierbranche zu schützen.

Ein globales Problem

Obwohl einige Länder die Krankheit aus gewerblichen Betrieben getilgt haben, kommt sie weiterhin in Wildschweinpopulationen vor. Das bedeutet, dass das Risiko einer Wiedereinschleppung bestehen bleibt.

Fachleute betonen, dass frühzeitige Erkennung und starke Biosicherheitsmaßnahmen der beste Schutz sind. Landwirte weltweit werden ermutigt, wachsam zu bleiben und ungewöhnliche Anzeichen sofort zu melden.

Quellen:

Rückkehr der Aujeszky-Krankheit: Landwirte zu erhöhter Wachsamkeit aufgerufen | MeatBorsa Nachrichten