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Fleischsubventionen unter EU-Überprüfung
Neuer Bericht zeigt starke Unterstützung der GAP für die Tierhaltung, während Brüssel über die zukünftige Agrarförderung debattiert.

Martina Osmak
Director of Marketing
Ein neuer Bericht zur Politik hat frische Aufmerksamkeit darauf gelenkt, wie die Europäische Union den Fleischsektor durch ihre Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) unterstützt.
Die Analyse, veröffentlicht von Foodrise, schätzt, dass im Jahr 2020 etwa 77% des €51 Milliarden GAP-Budgets die tierische Produktion unterstützten. Rindfleisch, Lamm und Milch erhielten erheblich höhere Fördersummen als pflanzliche Kategorien wie Hülsenfrüchte, Nüsse und Samen.
Für Fleischunternehmen ist diese Diskussion wichtig. Die GAP-Zahlungen bleiben ein zentrales finanzielles Rahmenwerk für die Viehzucht in der gesamten EU.
Warum die Debatte Wächst
Die Landwirtschaft wird immer zentraler für die Klima- und Nachhaltigkeitspolitik der EU. Emissionen, die mit der Nahrungsmittelproduktion verbunden sind, werden zunehmend Teil politischer Diskussionen in Brüssel.
Einige politische Entscheidungsträger argumentieren, dass zukünftige Subventionen besser die Umweltziele widerspiegeln sollten. Andere betonen die wirtschaftliche Rolle der Viehzucht in:
Landwirtschaftlichen Arbeitsplätzen
Regionaler Stabilität
Lebensmittelsicherheit
Exportwettbewerbsfähigkeit
Obwohl die meisten GAP-Zahlungen heute technisch von den Produktionsniveaus entkoppelt sind, steht die allgemeine Verteilung der Mittel nun unter erneuter Prüfung.
Was Als Nächstes Passieren Könnte
Ein Strategiepapier der Europäischen Kommission aus dem Jahr 2024 schlug vor, einen EU-Plan zur Stärkung pflanzenbasierter Lieferketten zu entwickeln. Interessengruppen setzen sich für Änderungen ein, wie zukünftige Subventionen priorisiert werden.
Es wurde jedoch kein sofortiger Politikwechsel bestätigt. Angesichts der fortwährenden Diskussionen zur GAP-Reform sollten Fleisch- und Milchunternehmen die Entwicklungen genau beobachten.
Finanzierungsstrukturen beeinflussen langfristige Investitionsentscheidungen – und die Richtung der EU-Landwirtschaft für das nächste Jahrzehnt.