Fleischunternehmen in Mafra für insolvent erklärt

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Fleischunternehmen in Mafra für insolvent erklärt

Ein alteingesessenes Fleischunternehmen in Mafra wurde für insolvent erklärt, doch es besteht weiterhin Hoffnung auf eine Sanierung dank Investoreninteresse und eines möglichen Rettungsplans.

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Martina Osmak

Director of Marketing

Unternehmen steht vor der Insolvenz

Das Fleischverarbeitungsunternehmen Sicasal mit Sitz im Landkreis Mafra ist vom Bezirksgericht Lissabon West offiziell für insolvent erklärt worden.

Den Insolvenzantrag stellte die Banco Comercial Português (BCP), einer der Hauptgläubiger des Unternehmens.

Gerichtsentscheidung und nächste Schritte

Das Gericht mit Sitz in Sintra hat Jorge Calvete zum Insolvenzverwalter bestellt.

Eine Gläubigerversammlung wurde für den 4. März anberaumt. Diese Versammlung wird wichtig sein, um über die Zukunft des Unternehmens zu entscheiden.

Produktion gestoppt, aber eine Erholung ist noch möglich

Laut dem Insolvenzverwalter:

  • ist die Produktion bei Sicasal derzeit gestoppt

  • wird ein Plan zur Wiederaufnahme des Betriebs vorbereitet

  • haben bereits mehrere Investoren Interesse bekundet

  • besteht ein starkes Interesse daran, das Werk offen zu halten

Das bedeutet, dass das Unternehmen überleben könnte, wenn ein Sanierungsplan genehmigt wird.

Auswirkungen auf die Beschäftigten

Daten des Instituts für soziale Sicherheit zeigen:

  • Ende 2024 hatte Sicasal 315 Beschäftigte

  • bis Ende 2025 war diese Zahl auf 260 Beschäftigte gesunken

Viele Arbeitsplätze sind gefährdet, doch ein erfolgreicher Sanierungsplan könnte dazu beitragen, die verbleibenden Stellen zu sichern.

Probleme vor der Insolvenz

Sicasal stellte seine Produktion Ende des vergangenen Sommers ein.

Im Oktober versuchte das Unternehmen, in ein Besonderes Sanierungsverfahren (PER) einzutreten. Dieses Verfahren ermöglicht es Unternehmen in finanziellen Schwierigkeiten, mit ihren Gläubigern zu verhandeln.

Das Gericht wies das PER jedoch zurück, weil Sicasal die erforderlichen Unterlagen nicht fristgerecht eingereicht hatte.

Eine lange Geschichte

Sicasal wurde 1968 von seinem heutigen Geschäftsführer Álvaro Santos Silva gegründet.

2011 zerstörte ein Großbrand einen Teil der Fabrik. Damals:

  • beschäftigte das Unternehmen rund 700 Mitarbeitende

  • investierte es etwa 15 Millionen € in Wiederaufbau und Erweiterung

  • konnten Arbeitsplätze gerettet und die Produktion fortgesetzt werden

Diese Geschichte zeigt, dass Sicasal schon früher schwere Krisen überwunden hat.

Wie geht es jetzt weiter?

Die kommenden Wochen werden entscheidend sein. Die Gläubigerversammlung und mögliche Investorenangebote werden bestimmen, ob Sicasal die Produktion wieder aufnehmen kann oder vor der Schließung steht.

Vorerst bleibt die Zukunft dieses traditionsreichen Fleischunternehmens ungewiss – aber nicht ohne Hoffnung.

Quelle: https://www.theportugalnews.com/news/2026-01-07/meat-company-declares-insolvency-in-portugal/941426

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