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Lammwohlfahrtsregeln könnten Kosten erhöhen, warnen Landwirte
Landwirte sagen, dass die vorgeschlagenen Änderungen im Sozialwesen die Lammversorgung, die Fleischqualität und die Kosten in der gesamten Lebensmittelkette beeinträchtigen könnten.

Martina Osmak
Director of Marketing
Was passiert?
Die National Farmers’ Union (NFU) hat Bedenken hinsichtlich neuer Regierungspläne geäußert, die die Kastration und das Schwanzkupieren von Lämmern im Vereinigten Königreich ändern wollen. Die Pläne stammen vom Department for Environment, Food and Rural Affairs und den dezentralen Regierungen.
Die NFU sagt, dass die Änderungen, obwohl sie darauf abzielen, das Tierwohl zu verbessern, Probleme für Landwirte, Schlachthöfe und Fleischverarbeiter schaffen und zusätzliche Kosten für die gesamte Lieferkette verursachen könnten.
Welche Änderungen werden vorgeschlagen?
Die Regierung möchte:
Die routinemäßige Kastration und das Schwanzkupieren bei Lämmern reduzieren
Die Anwendung von Schmerzmitteln bei diesen Verfahren fördern
Im Moment verwenden viele Landwirte Gummibänder ohne Schmerzmittel. Dies ist nach dem aktuellen britischen Recht legal.
Warum sind Landwirte besorgt?
1. Auswirkungen auf die Qualität von Lammfleisch
Wenn Lämmer nicht kastriert werden, müssen Landwirte sie möglicherweise früher zur Schlachtung schicken, um “Ram Taint” zu vermeiden, einen starken Geruch und Geschmack, der im Fleisch männlicher Schafe nach der Pubertät entstehen kann. Eine frühere Schlachtung bedeutet in der Regel:
Leichtere Schlachtgewichte
Weniger Lammfleisch später im Jahr
Dies könnte es für Verarbeiter und Einzelhändler schwieriger machen, die Kundennachfrage zu decken, insbesondere nach Weihnachten.
2. Gesundheitsrisiken für Tiere
Das Schwanzkupieren hilft, das Risiko von Fliegenbefall zu verringern, einer schweren und schmerzhaften Infektion, die durch Fliegen verursacht wird, die Eier in schmutzigem Wolle ablegen. Unkupierte Lämmer sind anfälliger für diese Erkrankung.
Die NFU warnt, dass das Versenden von unkupierten Lämmern zur Schlachtung auch Hygieneprobleme in den Verarbeitungsanlagen verursachen könnte, was Bedenken hinsichtlich der Lebensmittelsicherheit aufwerfen könnte.
3. Keine klare Schmerzmitteloption
Landwirte sagen, sie seien bereit, Schmerzmittel zu verwenden, aber es gibt derzeit:
Kein lizenziertes oder allgemein empfohlenes Schmerzmittel für sehr junge Lämmer
Das Injizieren kleiner Lämmer kann auch das Risiko erhöhen, Krankheiten zu verbreiten, insbesondere unter schwierigen Bedingungen im Freien.
Was sagen die Landwirte?
Der Vorsitzende des NFU-Livestock-Boards, David Barton, sagt, dass britisches Lamm bereits sehr hohe Tierschutzstandards erfüllt. Er glaubt, dass die Vorschläge:
Die Wettbewerbsfähigkeit der Landwirtschaft verringern
Kosten erhöhen
Das Vertrauen und das zukünftige Wachstum im Sektor reduzieren
In einer Umfrage unter NFU-Mitgliedern:
Die meisten Landwirte sagten, dass sie regelmäßig Lämmer kastrieren und das Schwanzkupieren durchführen
Über drei Viertel sagten, dass das Stoppen dieser Praktiken die Gewinne reduzieren würde
Viele glauben, dass das Wohlbefinden von Lämmern über ihre Lebensdauer tatsächlich schlechter sein könnte
Warum sind Kosten wichtig?
Zusätzliche Schritte—wie Schmerzmittel, mehr Arbeitskräfte oder frühere Schlachtung—bedeuten höhere Kosten. Die NFU sagt, dass dies britisches Lamm im Vergleich zu importiertem Lamm teurer machen könnte, das möglicherweise nicht denselben Regeln folgt.
Was passiert als Nächstes?
Die Konsultation der Regierung ist bis zum 9. März geöffnet. Landwirte, Verarbeiter und andere in der Lamm-Lieferkette werden ermutigt, ihre Meinungen zu äußern.
Die endgültige Entscheidung wird beeinflussen, wie Lämmer aufgezogen werden—und wie Lamm in Geschäfte und zu Verbrauchern gelangt—im gesamten Vereinigten Königreich.
