Konflikt im Nahen Osten erschütterte den globalen Fleischhandel

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Konflikt im Nahen Osten erschütterte den globalen Fleischhandel

Der eskalierende Konflikt im Nahen Osten stört den weltweiten Fleischexport, treibt die Kosten in die Höhe und sorgt für Chaos in den Lieferketten.

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Martina Osmak

Director of Marketing

Frachtrouten in der Krise

Die jüngsten Spannungen im Nahen Osten haben die globalen Transportrouten stark beeinträchtigt. Wichtige Schifffahrtswege und Luftraumsperrungen haben Unternehmen gezwungen, die Art und Weise zu ändern, wie Waren zwischen den Kontinenten transportiert werden.

Viele Frachtschiffe meiden derzeit die Straße von Hormus. Stattdessen fahren sie um das südliche Afrika herum, was die Lieferzeiten um bis zu zwei zusätzliche Wochen verlängert. Diese längere Route erhöht auch den Kraftstoffverbrauch und die Gesamtkosten.

Auch die Luftfracht ist betroffen. Flüge, die früher über wichtige Drehkreuze am Golf führten, nehmen nun längere und teurere Routen. Einige Sendungen werden sogar über die Vereinigten Staaten oder Südostasien umgeleitet.

Die Kosten steigen auf breiter Front

Die Transportkosten sind in den letzten Wochen stark gestiegen. In einigen Fällen:

  • haben sich die Seefrachtpreise für Kühlcontainer mehr als verdoppelt

  • sind die Luftfrachtraten um 20 Prozent oder mehr gestiegen

  • haben Versicherungs- und Kraftstoffkosten zusätzlichen Druck erzeugt

Diese höheren Kosten sind in der gesamten Lieferkette zu spüren, von Exporteuren bis hin zu Einzelhändlern.

Exporteinbrüche

Mehrere große fleischexportierende Länder verzeichnen bereits einen Rückgang der Sendungen.

  • Brasilien meldete im März einen Rückgang der Rindfleischexporte in den Nahen Osten um über 20 Prozent

  • die Exporte Kenias während des Ramadan fielen auf weniger als 5 Prozent des normalen Niveaus

  • australische Exporteure kämpfen mit Verzögerungen und begrenzten Frachträumen

Einige Sendungen wurden aufgrund plötzlicher Luftraumsperrungen verzögert, umgeleitet oder sogar zurückgeschickt.

Gekühltes Fleisch ist am stärksten gefährdet

Frisch gekühltes Fleisch ist bei Verzögerungen besonders anfällig. Anders als Tiefkühlprodukte hat es eine kürzere Haltbarkeit.

Exporteure stehen nun vor schwierigen Entscheidungen:

  • Fleisch gekühlt halten und das Risiko des Verderbs eingehen

  • das Produkt während des Transports einfrieren, was seinen Wert mindert

  • Sendungen auf andere Märkte umleiten

Diese Entscheidungen können zu finanziellen Verlusten und logistischen Komplikationen führen, einschließlich Problemen bei der Etikettierung.

Lokale Märkte reagieren unterschiedlich

Die Auswirkungen sind nicht überall gleich. In einigen Regionen bleibt die Nachfrage stabil, in anderen ist sie zurückgegangen.

Zum Beispiel:

  • benötigen einige Golfstaaten weiterhin importiertes Fleisch

  • ist in anderen die Nachfrage aufgrund von Restaurantschließungen gesunken

  • sind in Pakistan die Fleischpreise trotz geringerer Exporte gestiegen

Höhere Kraftstoffpreise und lokale Versorgungsprobleme treiben die Preise auch auf den Binnenmärkten in die Höhe.

Druck auf globale Lieferketten

Die Störungen beschränken sich nicht auf Exporteure. Sie betreffen die gesamte Fleischlieferkette:

  • Schlachthöfe fahren ihre Produktion herunter

  • Lagerkapazitäten füllen sich

  • Landwirte und Händler sehen sich mit Unsicherheit konfrontiert

In einigen Fällen haben Beschäftigte ihre Arbeit verloren, da Unternehmen ihre Tätigkeit zurückfahren.

Wie es weitergeht

Die Lage bleibt ungewiss. Branchenexperten sagen, dass vieles davon abhängt, wie lange der Konflikt andauert.

Wenn die Störungen anhalten:

  • könnten die Frachtkosten weiter steigen

  • könnten die Exportmengen weiter zurückgehen

  • könnten die globalen Fleischpreise noch instabiler werden

Derzeit versuchen Exporteure, sich anzupassen. Viele sagen jedoch, dass die Situation die schwierigste ist, mit der sie seit der COVID-19-Pandemie konfrontiert waren.

Quellen:

Konflikt im Nahen Osten erschütterte den globalen Fleischhandel | MeatBorsa Nachrichten