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Jbs erweitert in oman, während es in den usa mit arbeiterkonflikten konfrontiert ist.
JBS erweitert sein halal-Fleischgeschäft im Oman, während die Arbeiter in einem seiner größten US-Werke sich auf einen möglichen Streik vorbereiten.

Martina Osmak
Director of Marketing
Ein großer Schritt in den Nahen Osten
JBS N.V., der weltweit größte Fleischproduzent, hat zugestimmt, den Großteil eines in Oman ansässigen Fleischunternehmens zu kaufen.
Der Deal ist Teil von JBS' Plan, sein halal Lebensmittelgeschäft auszubauen.
JBS wird 150 Millionen Dollar investieren, um 80% des Unternehmens zu kaufen.
Die verbleibenden 20% bleiben beim Oman Investment Authority, dem staatlichen Investitionsfonds Omans.
Dieses neue Geschäft in Oman umfasst:
Eine Geflügelfarm und Verarbeitungseinrichtung
Eine Anlage zur Verarbeitung von Rind- und Lammfleisch
Das Geflügel wird von lokalen Bauernhöfen in Oman stammen.
Das Rind- und Lammfleisch wird von Tieren bezogen, die aus Afrika und dem Nahen Osten stammen.
Warum Oman für JBS wichtig ist
JBS sagt, dass Oman ein guter Ort ist, um in die Region einzutreten.
Laut CEO Gilberto Tomazoni hilft Oman dem Unternehmen:
Den Kontakt zu Lieferanten zu halten
Regionale Kunden schneller zu erreichen
Eine starke Basis für zukünftige Investitionen zu schaffen
JBS betreibt bereits Geflügelfabriken in Saudi-Arabien und erweitert seine Anlage in Jeddah.
Der Oman-Deal ist ein weiterer Schritt, um seine halal Präsenz auszubauen.
Probleme in einem großen US-Werk
Während JBS ins Ausland expandiert, hat es Probleme im Inland.
Die Arbeiter im JBS Fleischwerk in Greeley, Colorado, haben abgestimmt, um einen Streik zu genehmigen.
Das bedeutet, dass ein Streik bald stattfinden könnte, wenn die Gespräche mit der Geschäftsführung scheitern.
Die Gewerkschaftsführer sagen:
Die Arbeiter werden nicht fair behandelt
Die Arbeitstempo ist zu schnell und unsicher
Lohnerhöhungen sind zu gering für die hohen Lebenshaltungskosten
Die Gewerkschaft behauptet auch, dass JBS Arbeitsgesetze gebrochen hat, indem:
Arbeiter eingeschüchtert wurden
Frühere Angebote während der Gespräche zurückgezogen wurden
JBS hat sich zu diesen Vorwürfen nicht geäußert.
Wirtschaftlicher Druck auf Fleischunternehmen
Experten sagen, dass die Fleischverarbeiter derzeit unter Druck stehen.
Wichtige Gründe sind:
Sehr hohe Rindfleischpreise
Kleinere Gewinnspannen
Steigende Arbeitskosten
Auch andere Unternehmen haben Schwierigkeiten.
Zum Beispiel hat Tyson Foods eine Anlage in Nebraska geschlossen und die Arbeitszeiten in einer anderen Anlage in Texas reduziert.
Trotzdem sagen die Gewerkschaftsführer in Greeley, dass Geldprobleme keine Entschuldigung für die schlechte Behandlung der Arbeiter sind.
Was kommt als Nächstes?
Für JBS passieren zur gleichen Zeit zwei Geschichten:
Wachstum im Nahen Osten, mit neuen Investitionen in Oman
Arbeitskonflikt in den USA, mit einem möglichen Streik in Aussicht
Das Unternehmen setzt auf globale Expansion, aber Spannungen mit den Arbeitern könnten ernsthafte Herausforderungen auf dem Heimatmarkt mit sich bringen.
Quellen:
