FMD-Krise trifft die Rinderfarmen Südafrikas

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FMD-Krise trifft die Rinderfarmen Südafrikas

Millionen von Rindern sind gefährdet, da die Maul- und Klauenseuche sich in Südafrika ausbreitet, was zu erheblichen Verlusten für die Landwirte und höheren Lebensmittelpreisen für die Verbraucher führt.

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Martina Osmak

Director of Marketing

Eine Schnell Verbreitende Krankheit

Südafrika sieht sich einem der schlimmsten Ausbrüche der Maul- und Klauenseuche (MKS) in seiner Geschichte gegenüber. Das Virus hat jetzt fast alle Provinzen erreicht. Die am stärksten betroffenen Gebiete sind Gauteng und KwaZulu-Natal.

Präsident Cyril Ramaphosa hat die Situation als nationale Katastrophe bezeichnet.

Südafrika hat rund 14 Millionen Rinder. Viele Bauernhöfe stehen jetzt unter Quarantäne. Der Transport von Tieren ist eingeschränkt. In einigen Fällen wurden ganze Herden getötet, um die Ausbreitung des Virus zu stoppen.

Was Ist Maul- und Klauenseuche?

Die Maul- und Klauenseuche ist ein sehr ansteckendes Virus, das Rinder und andere Nutztiere betrifft.

  • Es verbreitet sich leicht zwischen Tieren.

  • Es kann durch direkten Kontakt und sogar durch die Luft übertragen werden.

  • Es ist nicht gefährlich für Menschen.

Für Landwirte ist es jedoch verheerend.

Infizierte Tiere produzieren oft viel weniger Milch und Fleisch. Selbst wenn sie überleben, bleiben sie lange schwach.

Große Wirtschaftliche Auswirkungen

Die Viehzucht ist sehr wichtig für die Wirtschaft Südafrikas.

  • Die Milch- und Fleischproduktion schafft Tausende von Arbeitsplätzen.

  • Der Sektor verdient etwa 3 Milliarden Euro pro Jahr.

Wenn die Rinderzahlen sinken, sinkt auch die Lebensmittelproduktion. Dies könnte zu höheren Preisen für Milch und Fleisch führen.

Für viele Südafrikaner ist das besorgniserregend. Das Land sieht sich bereits mit hoher Arbeitslosigkeit und steigenden Lebenshaltungskosten konfrontiert. Teurere Lebensmittel werden das tägliche Leben noch schwieriger machen.

Regierung Plant Massenimpfung

Um den Ausbruch zu kontrollieren, plant die Regierung, die gesamte Rinderpopulation zu impfen.

Dies wird etwa 28 Millionen Impfdosen erfordern.

Südafrika hat kürzlich die eigene Impfstoffproduktion nach einer 20-jährigen Pause wieder aufgenommen. Allerdings reicht das lokale Angebot nicht aus. Das Land importiert Impfstoffe aus:

  • Botswana

  • Argentinien

  • Türkei

Die Regierung sagt, sie arbeite mit privaten Unternehmen zusammen, um die Impfstoffverteilung zu beschleunigen.

Bauern Unter Druck

Für Landwirte bedeutet die Krise steigende Kosten und sinkende Einnahmen.

Sie müssen für Folgendes zahlen:

  • Impfstoffe

  • Tierärztliche Behandlung

  • Zusätzliche Hygiene- und Biosicherheitsmaßnahmen

Gleichzeitig produzieren sie weniger Milch und Fleisch.

Die Geschichte eines Bauernhofs

Die Milchbauern Carol und Craig Houston erlebten den Ausbruch hautnah. Am Neujahrstag fanden sie Anzeichen von MKS bei 50 ihrer 800 Kühe.

Trotz strenger Sicherheitsmaßnahmen kam das Virus wahrscheinlich von einem nahegelegenen Bauernhof durch die Luft.

Die Folgen waren schwerwiegend:

  • Die Milchproduktion fiel von 14.000 Litern auf 9.000 Liter pro Tag.

  • 16 Kühe starben.

  • Viele junge Kälber starben an einer sekundären Herzerkrankung, nachdem ihre Immunsysteme geschwächt waren.

Das Paar sagt, der Ausbruch habe sie mehr als 2,5 Millionen Rand gekostet.

Ärger Über Späte Reaktion

Einige Landwirte glauben, dass die Regierung zu langsam reagiert hat.

Sie sagen:

  • Die Impfungen begannen zu spät.

  • Die Tests waren nicht umfangreich genug.

  • Es gab keine finanzielle Entschädigung für Verluste.

Die Houstons konnten ihre Herde nach intensiver Behandlung und Impfung als MKS-frei erklären. Aber viele andere Bauernhöfe kämpfen weiterhin.

Was Passiert Als Nächstes?

Die Krankheit ist weiterhin im Land präsent. Die Erklärung der nationalen Katastrophe ermöglicht es der Regierung, die Impfstoffversorgung und Kontrollmaßnahmen schneller zu koordinieren.

Die Kontrolle von MKS wird jedoch Zeit, Geld und Zusammenarbeit zwischen Landwirten und Behörden erfordern.

Für den Moment bleibt die Rinderindustrie Südafrikas ernsthaft bedroht — und die wirtschaftlichen Auswirkungen könnten bald von jedem Verbraucher im Land gespürt werden.

Quelle: https://www.agrarheute.com/tier/rind/suedafrika-kaempft-schwerem-mks-ausbruch-millionen-rinder-gefahr-639408

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