Krankheit trifft den Fleischhandel

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Krankheit trifft den Fleischhandel

Neu gemeldete Tierkrankheitsausbrüche in mehreren Ländern erhöhen das Risiko von Handelsbeschränkungen, höheren Compliance-Kosten und Versorgungsunterbrechungen auf den globalen Fleisch- und Viehmärkten.

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Martina Osmak

Director of Marketing

Das Weltorganisation für Tiergesundheit System für Tiergesundheitsinformationen (WAHIS) hat in der dritten Januarwoche 2026 eine Reihe von Tierkrankheitsereignissen in Europa, Amerika und Afrika gemeldet. Die Benachrichtigungen heben die anhaltende globale Herausforderung hervor, transnationale Tierkrankheiten zu managen, die Vieh, Wildtiere, Biodiversität und Ernährungssicherheit bedrohen.

Vogelgrippe H5N1 breitet sich weiterhin in Europa aus

Der hochpathogene Vogelgrippe (HPAI) Subtyp H5N1 bleibt in diesem Zeitraum die am häufigsten gemeldete Krankheit.

  • Rumänien, Polen und Finnland bestätigten neue Nachweise von H5N1 in Nicht-Geflügelpopulationen, einschließlich Wildvögeln. Diese Funde deuten auf eine fortlaufende Zirkulation des Virus in Zugvogelpopulationen hin, was das Risiko einer weiteren Ausbreitung in den Regionen erhöht.

  • Das Vereinigte Königreich meldete einen Ausbruch von H5N1, der Geflügel betrifft, und unterstreicht die anhaltende Verwundbarkeit von kommerziellen und Hinterhofbeständen trotz Biosecurity-Maßnahmen.

H5N1 ist bekannt für seine schweren Auswirkungen auf die Geflügelproduktion und die Tierwelt, und seine Persistenz in Wildvögeln erschwert die Ausrottungsbemühungen.

Neuwelt-Schraubenwurm in Mexiko gemeldet

Mexiko hat am 22. Januar 2026 mehrere Benachrichtigungen über Cochliomyia hominivorax, allgemein bekannt als Neuwelt-Schraubenwurm, eingereicht. Diese parasitäre Fliege stellt eine ernsthafte Bedrohung für Vieh, Wildtiere und gelegentlich Menschen dar, da ihre Larven sich von lebendem Gewebe ernähren.

Die wiederholten Berichte könnten entweder mehrere betroffene Standorte oder fortlaufende Überwachungsnachweise widerspiegeln. Das Wiederauftreten oder die Ausbreitung des Schraubenwurms ist besonders besorgniserregend aufgrund der potenziellen wirtschaftlichen Auswirkungen auf den Viehsektor und der intensiven Kontrollmaßnahmen, die erforderlich sind, um ihn einzudämmen.

Amphibienkrankheit in Belgien festgestellt

Belgien meldete das Vorhandensein von Batrachochytrium salamandrivorans, einem tödlichen Pilzpathogen, das Salamander und andere Amphibien betrifft. Diese Krankheit wurde in den letzten zehn Jahren erstmals in Europa identifiziert und hat zu erheblichen Bestandsrückgängen geführt und stellt eine große Bedrohung für die Biodiversität der Amphibien dar.

Die fortgesetzte Entdeckung hebt die langfristigen ökologischen Risiken hervor, die durch aufkommende Wildtierkrankheiten entstehen.

Afrikanische Schweinepest in Litauen

Litauen meldete am 20. Januar 2026 einen Fall von Afrikanischer Schweinepest (ASF). ASF ist eine hochkontagiöse Viruskrankheit, die domestizierte Schweine und Wildschweine betrifft, für die es keinen verfügbaren Impfstoff gibt.

Die Krankheit stellt weiterhin eine Herausforderung für die Schweineproduktionssysteme in Europa dar, was zu Handelsbeschränkungen, Abschlachtungen und erheblichen wirtschaftlichen Verlusten führt.

Milzbrand in Südsudan gemeldet

Die Republik Südsudan meldete einen Ausbruch von Milzbrand, einer zoonotischen bakteriellen Krankheit, die Vieh betrifft und auf Menschen übertragen werden kann. Milzbrand-Ausbrüche sind oft mit Umweltbedingungen wie Überschwemmungen oder Dürre verbunden und stellen ernsthafte Risiken für die öffentliche Gesundheit und die Ernährungssicherheit in betroffenen Regionen dar.

Globale Implikationen

Diese Berichte verdeutlichen die vielfältigen Tiergesundheitsbedrohungen, mit denen die Welt derzeit konfrontiert ist - von viralen und bakteriellen Krankheiten bis hin zu parasitären und pilzlichen Infektionen. Sie unterstreichen auch die Bedeutung internationaler Überwachungssysteme wie WAHIS, die frühzeitige Warnungen, Transparenz und koordinierte Reaktionen ermöglichen.

Veterinärbehörden weltweit betonen weiterhin Überwachung, Biosecurity und schnelle Berichterstattung als kritische Instrumente, um die Ausbreitung dieser Krankheiten zu begrenzen und die Tier- und menschliche Gesundheit zu schützen.

Quelle: https://wahis.woah.org/#/home

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