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Der Fleischkonsum in Deutschland steigt erneut
Der Fleischkonsum in Deutschland ist im Jahr 2025 gestiegen, hauptsächlich aufgrund der höheren Nachfrage nach Geflügel.

Martina Osmak
Director of Marketing
Verbrauchstrends zeigen gemischte Veränderungen
Der Fleischkonsum in Deutschland ist im Jahr 2025 erneut gestiegen. Die durchschnittliche Aufnahme erreichte 54,9 Kilogramm pro Person. Dies ist ein Anstieg um 1,4 Kilogramm im Vergleich zum Vorjahr.
Trotz dieses Wachstums liegt der Verbrauch weiterhin unter dem früheren Niveau. Im Jahr 2011 aßen die Menschen in Deutschland deutlich mehr Fleisch, etwa 63,8 Kilogramm pro Person.
Geflügel treibt das Wachstum an
Geflügel war der Hauptgrund für den Anstieg. Der Verbrauch erreichte mit 14,7 Kilogramm pro Person einen neuen Höchststand.
Für diesen Trend gibt es mehrere Gründe:
Geflügel ist oft günstiger als andere Fleischsorten
Es wird von vielen Verbraucherinnen und Verbrauchern als leichtere Option angesehen
Die Preise sind im Vergleich zu Rind- und Schweinefleisch weniger stark gestiegen
Schweinefleisch dominiert weiterhin
Schweinefleisch bleibt das beliebteste Fleisch in Deutschland.
Durchschnittlicher Verbrauch: 28,3 Kilogramm pro Person
Anteil am gesamten Fleischkonsum: etwa 52 %
Das zeigt, dass Schweinefleisch trotz veränderter Gewohnheiten weiterhin eine starke Position im Markt einnimmt.
Rind- und Kalbfleisch legen leicht zu
Auch der Verbrauch von Rind- und Kalbfleisch ist leicht gestiegen. Der Zuwachs war gering, etwa 200 Gramm pro Person, und brachte den Gesamtverbrauch auf 9,7 Kilogramm.
Allerdings bremsen höhere Preise weiterhin ein stärkeres Wachstum in dieser Kategorie.
Produktion geht leicht zurück
Während die Menschen mehr Fleisch essen, hat Deutschland im Jahr 2025 etwas weniger produziert.
Die gesamte Fleischproduktion sank um 0,3 % auf 7,3 Millionen Tonnen.
Wichtigste Veränderungen in der Produktion:
Die Erzeugung von Rind- und Kalbfleisch ging um 6 % zurück
Die Geflügelproduktion blieb mit rund 1,5 Millionen Tonnen nahezu stabil
Die Schweinefleischproduktion stieg um 1,1 %
Der Rückgang der Rindfleischproduktion war der wichtigste Faktor für den allgemeinen Rückgang.
Importe steigen, um die Nachfrage zu decken
Um die Lücke zwischen Angebot und Nachfrage zu schließen, hat Deutschland mehr Fleisch importiert.
Die Importe stiegen um fast 11 % auf etwa 3,6 Millionen Tonnen.
Starkes Wachstum gab es bei:
Rindfleisch
Geflügel
Lammfleisch
Auch die Exporte sind leicht gestiegen, was zeigt, dass Deutschland im weltweiten Fleischhandel weiterhin aktiv ist.
Selbstversorgungsgrad weiterhin hoch, aber im Wandel
Deutschland produziert insgesamt weiterhin mehr Fleisch, als es verbraucht. Der Selbstversorgungsgrad liegt bei rund 115 %.
Für die einzelnen Fleischarten ist die Lage jedoch komplexer:
Schweinefleisch: etwa 139 % Selbstversorgung
Rindfleisch und Geflügel: unter 100 %
Es gibt außerdem einen Unterschied zwischen der gesamten Produktion und dem, was Verbraucherinnen und Verbraucher nachfragen. Beliebte Teilstücke wie Filet und Schinken sind lokal nicht immer in ausreichender Menge verfügbar, was zu anhaltenden Importen führt.
Ausblick für den Markt
Die Daten zeigen einen Markt im Wandel.
Geflügel wird immer beliebter, während Schweinefleisch dominant bleibt. Die Produktion steht unter Druck durch Krankheiten, Kosten und sich verändernde Haltungsbedingungen.
Gleichzeitig werden Importe immer wichtiger, um die Nachfrage der Verbraucher zu decken.
Zukünftige Entwicklungen werden voraussichtlich von Preisen, Verbraucherpräferenzen und der Anpassungsfähigkeit der Branche an diese Veränderungen abhängen.
Quellen: