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Kroatien gespalten über riesiges Hühnerprojekt
Ein 600 Millionen Euro schwerer Geflügelplan könnte eine kleine kroatische Region transformieren — tausende von Arbeitsplätzen schaffen oder ernsthafte Umweltgefahren mit sich bringen.

Martina Osmak
Director of Marketing
Zuerst, Wo Ist Das?
Das Projekt ist in der Nähe von Sisak geplant, einer kleinen Stadt im zentralen Kroatien.
Kroatien ist ein Land der Europäischen Union in Südosteuropa. Sisak ist etwa eine Stunde mit dem Auto von der Hauptstadt Zagreb entfernt.
Die Region ist überwiegend ländlich. Sie hat Bauernhöfe, Wälder und geschützte Naturräume. Sie erholt sich auch noch von starken Erdbeben, die in den letzten Jahren passiert sind.
Jetzt könnte dieses ruhige Gebiet die Heimat eines der größten Hühnerproduktionssysteme in diesem Teil Europas werden.
Was Ist Der Plan?
Der Investor ist Premium Chicken Company, ein Unternehmen, das mit ukrainischem Kapital verbunden ist.
Das Unternehmen möchte bauen:
Mehrere große Hühnerfarmen
Ein großes Schlachthaus in Sisak
Eine Fabrik zur Produktion von Tierfutter
Andere Unterstützungsgebäude
Die Zahlen sind sehr groß:
Bis zu 150.000 Tonnen Hühnerfleisch pro Jahr
Etwa 82 Millionen Hühner, die jedes Jahr verarbeitet werden
Rund 3.000 neue Arbeitsplätze
Gesamtinvestition: mehr als 600 Millionen €
Mehr als 90% des Fleisches würden exportiert
Zum Vergleich: Kroatien produziert derzeit etwa 85.000 Tonnen Hühnerfleisch pro Jahr. Dieses Projekt allein könnte diese Menge fast verdoppeln.
Warum Einige Menschen Es Unterstützen
Befürworter sagen, dass das Projekt der Region helfen kann.
Sie glauben, dass es:
Tausende von Arbeitsplätzen schaffen wird
Neues Geld in die lokale Wirtschaft bringen wird
Die Nahrungsmittelproduktion erhöhen wird
Den Agrarsektor Kroatiens stärken wird
Landwirtschaftsminister David Vlajčić sagte, Investitionen sind willkommen, aber nur, wenn sie den Gesetzen folgen und lokale Bauern oder die Umwelt nicht schädigen.
Das Unternehmen sagt, es respektiere alle Umweltvorschriften. Es hat auch angekündigt, dass es das geplante Biogaskraftwerk in Sisak nach öffentlichen Bedenken nicht bauen wird.
Warum Viele Menschen Wütend Sind
Viele lokale Bürger und Aktivisten lehnen das Projekt entschieden ab.
Sie sagen:
Das Projekt ist zu groß für die Region.
Straßen und Energiesysteme sind nicht stark genug.
Es könnte die Natur und die Wasserressourcen schädigen.
Farmen sind in der Nähe einer Gaslagerstätte geplant, was Sicherheitsbedenken aufwirft.
Einige Kritiker nennen das Projekt eine “ökologische Megabombe.”
Marijana Petir, die den parlamentarischen Agrarausschuss leitet, forderte eine vollständige Umweltstudie für das gesamte Projekt, nicht nur für kleinere Teile.
Tierschutzaktivist Luka Oman sagte, das Projekt würde Tieren, der Natur und der Zukunft der Region schaden.
Proteste sind in Zagreb geplant.
Die Position Der Stadt
Der Bürgermeister von Sisak, Domagoj Orlić, sagt, dass das Schlachthausprojekt nicht zu den aktuellen Raumordnungsregeln der Stadt passt.
Er sagt:
Der Standort ist nach den aktuellen Plänen nicht erlaubt.
Die Stadt hat Änderungen gestoppt, die den Bau erleichtern würden.
Alle Projekte müssen die bestehenden Gesetze vollständig respektieren.
Was Passiert Als Nächstes?
Umweltverträglichkeitsstudien sind noch im Gange.
Politiker diskutieren das Thema.
Öffentliche Proteste werden erwartet.
Es wurde noch keine endgültige Entscheidung getroffen.
Für viele Menschen ist dies eine einfache Frage:
Ist dies eine Chance für wirtschaftliches Wachstum — oder ein Risiko, das für eine kleine Region zu groß ist?
Kroatien beobachtet jetzt genau.
Quellen: