Brasiliens Fleischexporte bleiben trotz Störungen im Golf stark

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Brasiliens Fleischexporte bleiben trotz Störungen im Golf stark

Brasiliens Fleischexporte bleiben stabil, trotz zunehmender Versandprobleme im Zusammenhang mit Spannungen in der Nähe wichtiger Handelsrouten im Golf.

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Martina Osmak

Director of Marketing

Exporteure passen sich der neuen Logistikrealität an

Brasilianische Fleischproduzenten passen sich schnell an Störungen der traditionellen Schifffahrtswege in der Nähe der Straße von Hormus an.

Anstatt den Handel zu stoppen, finden Unternehmen neue Wege, Waren zu transportieren. Sendungen werden über längere Routen umgeleitet, darunter über das Rote Meer und den Suezkanal. Einige Exporteure nutzen außerdem andere Häfen und den Landverkehr, um Käufer zu erreichen.

Diese Änderungen halten den Warenfluss aufrecht, bringen jedoch höhere Kosten mit sich. Der Transport dauert nun länger, und Ausgaben wie Treibstoff, Lagerung und Versicherungen sind gestiegen.

Geflügelsektor zeigt Widerstandskraft

Die Geflügelindustrie, die stark von den Märkten im Nahen Osten abhängt, war den jüngsten Störungen am stärksten ausgesetzt.

Trotzdem berichten Exporteure von einer starken Nachfrage. Die Sendungen im März werden voraussichtlich das Niveau des Vorjahres übertreffen.

Um die Versorgung aufrechtzuerhalten, setzen Unternehmen folgende Maßnahmen um:

  • Nutzung alternativer Schifffahrtsrouten

  • Versand von Waren über verschiedene regionale Drehkreuze

  • Aufteilung der höheren Logistikkosten mit den Käufern

Der Nahe Osten bleibt ein zentrales Ziel und nahm im vergangenen Jahr rund 30 Prozent der brasilianischen Geflügelexporte ab. Trotz der Herausforderungen gibt es in Brasilien keine Anzeichen für ein Überangebot.

Rindfleischexporte erschließen neue Märkte

Brasiliens Rindfleischsektor stellt sich ebenfalls um, auch wenn die Auswirkungen bisher geringer sind.

Exporteure beobachten die Kosten genau, insbesondere falls die Spannungen weiter zunehmen. Gleichzeitig sehen sie sich mit Handelsbeschränkungen in China konfrontiert, wo höhere Zölle gelten, sobald die Importquoten überschritten werden.

Um damit umzugehen, weitet Brasilien den Absatz in andere Regionen aus, darunter:

  • Vereinigte Staaten

  • Europäische Union

  • Chile

  • Russland

Diese Strategie hilft, den Markt auszugleichen und die Abhängigkeit von einzelnen Käufern zu verringern.

Starke Nachfrage unterstützt Wachstum

Die weltweite Nachfrage nach Rindfleisch bleibt robust, teilweise aufgrund eines begrenzten Rinderangebots weltweit.

Dies hat die Exportleistung Brasiliens gestützt. In den ersten beiden Monaten des Jahres 2026 stieg der Wert der Rindfleischexporte deutlich, während auch die Exportmengen zunahmen.

Die Kombination aus starker Nachfrage und flexibler Logistik hat der Branche geholfen, auf Kurs zu bleiben, selbst wenn die Handelsrouten komplexer werden.

Aussichten bleiben vorsichtig, aber stabil

Brasilianische Exporteure rechnen weiterhin mit Herausforderungen bei Transport und Kosten.

Die Fähigkeit, sich schnell anzupassen, sowie die Präsenz vielfältiger Absatzmärkte tragen jedoch dazu bei, dass der Sektor stabil bleibt. Derzeit laufen die Handelsströme mit nur begrenzten Störungen weiter.

Wenn sich die Spannungen verringern, könnte sich die Logistik verbessern. Falls nicht, scheinen Brasiliens Exporteure bereit zu sein, sich weiter anzupassen.

Quellen: