rindfleischkampf: Australien und EU stehen sich im Handelsabkommen gegenüber

Published in News

rindfleischkampf: Australien und EU stehen sich im Handelsabkommen gegenüber

Die Gespräche zwischen Australien und der Europäischen Union haben wieder begonnen, doch ein Streit über die Importquoten für Rindfleisch droht, das Abkommen zu gefährden.

Profile picture of Martina Osmak

Martina Osmak

Director of Marketing

Handelsgespräche wieder auf dem Tisch

Australien und die Europäische Union (EU) haben die Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen wieder aufgenommen. Die Gespräche waren 2023 eingestellt worden, weil sich beide Seiten nicht auf wichtige Fragen einigen konnten.

Das Hauptproblem ist der Marktzugang – insbesondere, wie viel australisches Rind- und Lammfleisch ohne hohe Zölle in die EU gelangen kann.

In dieser Woche wird der australische Handelsminister Don Farrell voraussichtlich den EU-Handelskommissar Maroš Šefčovič und den Landwirtschaftskommissar Christophe Hansen treffen. Beide Seiten hoffen, Fortschritte zu erzielen, aber die Spannungen bleiben hoch.

Warum Rindfleisch das große Thema ist

Die größte Meinungsverschiedenheit betrifft die Rindfleisch-Importquoten.

  • Die EU möchte 30.000 Tonnen australisches Rindfleisch pro Jahr ohne Zölle zulassen.

  • Australien möchte, dass die Quote 40.000 Tonnen pro Jahr beträgt.

Der Unterschied mag gering erscheinen, aber für die Landwirte ist er sehr wichtig.

Australische Rinderproduzenten sagen, dass die Akzeptanz einer niedrigeren Quote ihr langfristiges Wachstum in Europa einschränken würde.

Landwirte warnen: „Kein Deal ist besser als ein schlechter Deal“

Die National Farmers’ Federation (NFF) in Australien hat die Regierung aufgefordert, standhaft zu bleiben.

Die Führung sagt, die Landwirte würden kein Handelsabkommen akzeptieren, das hauptsächlich Europa zugutekommt. Ihrer Meinung nach könnte ein schwaches Abkommen die australische Landwirtschaft viele Jahre lang schädigen.

Die Landwirte sind auch besorgt über:

  • Chinesische Zölle auf australisches Rindfleisch

  • Unsicherheit in der US-Handelspolitik

  • Steigende Produktions- und Exportkosten im eigenen Land

Da der globale Handel instabil ist, glauben sie, dass dies nicht der richtige Zeitpunkt ist, um schlechte Bedingungen zu akzeptieren.

Vorwürfe des Protektionismus

Australische Landwirtschaftsgruppen werfen der EU vor, ihre eigenen Landwirte zu sehr zu schützen.

Sie weisen darauf hin, dass die EU große Agrarsubventionen bereitstellt – Berichten zufolge nahe 80 Milliarden Dollar in Unterstützungsprogrammen. Gleichzeitig begrenzt die EU die Importe aus anderen Ländern.

Australische Produzenten sagen, dass dies einen unfairen Wettbewerb schafft. Sie argumentieren, dass es schwierig sei, mit stark subventionierten europäischen Landwirten zu konkurrieren, es sei denn, Handelsabkommen gewähren echten und sinnvollen Zugang zum EU-Markt.

Hat Australien stärkeren Einfluss?

Einige Analysten glauben, dass Australien jetzt eine stärkere Verhandlungsposition haben könnte.

Die EU versucht derzeit, neue Handelspartnerschaften zu sichern. Globale Handels Spannungen und frühere US-Zollpolitiken haben Europa dazu gebracht, nach zuverlässigen Partnern zu suchen. Kürzlich hat die EU die Handelsabkommen mit Indien, Indonesien und Mercosur-Ländern beschleunigt.

Ein weiterer wichtiger Faktor sind die natürlichen Ressourcen. Die EU möchte ihre Abhängigkeit von China für wichtige Rohstoffe reduzieren. Australien verfügt über große Reserven an seltenen Erden, was es zu einem attraktiven Partner macht.

Was passiert als Nächstes?

Der australische Handelsminister Don Farrell hat klar gemacht:

Wenn die EU ihr Angebot nicht verbessert, ist Australien bereit, die Gespräche abzubrechen.

Das bedeutet, dass die Verhandlungen immer noch ohne ein Abkommen enden könnten.

Im Moment stehen beide Seiten unter Druck. Die EU möchte stärkere globale Partnerschaften. Australien möchte fairen Zugang für seine Landwirte.

Ob es ihnen gelingt, einen Kompromiss zu finden, bleibt ungewiss.

Quelle: https://www.agroklub.com/poljoprivredne-vijesti/sporne-kvote-za-govedinu-australija-optuzuje-eu-za-protekcionizam/110139/

rindfleischkampf: Australien und EU stehen sich im Handelsabkommen gegenüber | MeatBorsa Nachrichten