€63 Millionen verloren: Schweinebauern von der Schweinepest betroffen

Published in News

€63 Millionen verloren: Schweinebauern von der Schweinepest betroffen

Afrikanische Schweinepest in Nordostspanien verursacht erhebliche finanzielle Schäden für Schweinebauern, obwohl die Nutztiere nicht infiziert sind.

Profile picture of Martina Osmak

Martina Osmak

Director of Marketing

Afrikanische Schweinepest kehrt nach vielen Jahren zurück

Im November 2025 wurde die Afrikanische Schweinepest (ASP) erneut bei Wildschweinen in Katalonien festgestellt. Dies war der erste Fall in der Region seit 1994.
ASP infiziert nicht Menschen, ist aber sehr gefährlich für Schweine und Wildschweine.

Wegen des Ausbruchs wurden strenge Sicherheitsregeln eingeführt, um die Ausbreitung der Krankheit zu stoppen.

Große Verluste für Schweinebauern

Schweinebauern zahlen einen hohen Preis für diese Maßnahmen.

Nach Angaben des Deutschen Schweineproduzentenverbands (ISN), der auf die Bauernvereinigung Unió de Pagesos verweist, beliefen sich die Verluste bis Ende 2025 auf 63 Millionen Euro.

Bauern berichteten:

  • Die Schweineverkäufe sanken im November und Dezember um 17%

  • Die Preise für Schlachtschweine in Spanien fielen stark

  • Viele Betriebe verloren Einnahmen, selbst ohne infizierte Tiere

Bewegungsverbote betreffen Tausende von Schweinen

Rund um Barcelona wurde eine Überwachungszone eingerichtet.
Alle Tests an Hausschweinen in diesem Gebiet waren negativ. Dennoch gelten strenge Regeln.

Wegen dieser Regeln:

  • Etwa 61.500 Schweine können nicht transportiert werden

  • Das entspricht 10% der Schweinepopulation in der Provinz

  • Bauern müssen Tiere länger halten, was die Kosten erhöht

Exporte unter Druck

Obwohl Spanien regionale Vereinbarungen zur Begrenzung von Handelsverboten hat, leiden die Exporte.
Der Handel mit China ist besonders betroffen. Käufer sind vorsichtig, und Lieferungen werden verzögert oder gestoppt.

Das macht die Situation für Bauern, die von Exporten abhängig sind, noch schwieriger.

Aussichten: Unsicherheit bleibt

Derzeit gibt es keine Infektion in den Hausschweinebetrieben. Aber solange die ASP bei Wildschweinen vorhanden ist, werden die Einschränkungen wahrscheinlich bestehen bleiben.

Für die Schweinebauern in Katalonien bedeutet das:

  • Anhaltender finanzieller Druck

  • Unklare Marktbedingungen

  • Hoffnung, dass die Krankheit bald eingedämmt werden kann

Die kommenden Monate werden entscheidend für die Zukunft der Schweineindustrie der Region sein.

Quelle: https://www.agrarheute.com/tier/schwein/63-mio-euro-schweinehalter-hohe-verluste-wegen-asp-638897