
EU Fleischpreise – Oktober 2025
Günstigste & Teuerste EU-Länder nach Tierart
Mit den neuesten Preisdaten der Europäischen Kommission für Oktober 2025 betrachten wir, wie die Fleischpreise in den EU-Mitgliedstaaten je nach Art und Produktklasse variieren.
Alle Preise in den zugrunde liegenden Tabellen sind in €/100 kg Schlachtgewicht angegeben.
Im folgenden Kommentar wandeln wir sie in €/kg um (einfach durch 100 dividiert), um länderübergreifende Vergleiche leserlicher zu machen.
Wie in den Vormonaten sind die Unterschiede zwischen den Mitgliedstaaten auffällig: Bei einigen Produkten ist der teuerste Markt mehr als doppelt so teuer wie der günstigste.
Methodik & Daten
Quelle: Europäische Kommission, offizielle monatliche Preisberichterstattung der Mitgliedstaaten.
Abdeckung: Alle EU-Länder, für die im Oktober 2025 Preisdaten verfügbar waren, sowie der EU-Durchschnitt.
Abgedeckte Produkte:
Schweinefleisch: Klassen S, E, R + Ferkel
Rindfleisch: junge Rinder, junge Bullen, Ochsen, männliche Rinder, Jungrinder, Kühe
Schaf- & Ziegenfleisch: leichtes Lamm, schweres Lamm
Geflügel: Huhn
Einheiten:
Quelldaten: €/100 kg Schlachtgewicht
Im Text: €/kg, auf zwei Dezimalstellen gerundet
In den Tabellen/Grafiken:
Das günstigste Land wird jeden Monat in grün markiert
Das teuerste wird in rot markiert
Einheiten: €/100 kg Schlachtgewicht
Preisspitzen:

1. Schweinefleisch: EU-Durchschnitt stabil, aber sehr breite Preisspanne zwischen NL und SE
1.1 Schweinefleisch Klasse S
EU-Durchschnitt: €1.83/kg
Günstigstes: Niederlande – €1.38/kg
Teuerstes: Schweden – €2.63/kg
Im Oktober bleiben die Schweineschlachtpreise in Klasse S auf EU-Ebene relativ moderat. Die Niederlande liegen fest am kostengünstigen Ende, während Schweden fast €1/kg über den niederländischen Preisen liegt und damit seinen Status als hochpreisiger Markt für Premium-Schweinefleisch unterstreicht.

1.2 Schweinefleisch Klasse E
EU-Durchschnitt: €1.78/kg
Günstigstes: Niederlande – €1.37/kg
Teuerstes: Schweden – €2.58/kg
Das Muster ist in Klasse E ähnlich: Die Niederlande bleiben eindeutig die günstigste Herkunft, während Schweden erneut am oberen Ende der Skala steht.

1.3 Schweinefleisch Klasse R
EU-Durchschnitt: €2.40/kg
Günstigstes: Tschechien – €1.48/kg
Teuerstes: Italien – €2.58/kg
Für Klasse R übernimmt Tschechien die Rolle des günstigsten Produzenten, während Italien im Oktober den höchsten Durchschnitt verzeichnet. Dies verstärkt, dass südliche, höherpreisige Märkte oft deutlich über den zentral- europäischen Preisen liegen.

1.4 Ferkel
EU-Durchschnitt: €0.52/kg
Günstigstes: Niederlande – €0.27/kg
Teuerstes: Schweden – €1.04/kg
Die Ferkelpreise zeigen eine extreme Streuung. Niederländische Ferkel sind ungefähr ein Viertel der schwedischen Preise wert.

2. Rindfleisch: stabiler Herbstmarkt, große Unterschiede zwischen kostengünstigen CEE- und hochpreisigen westlichen Staaten
Der Herbst bringt typischerweise eine stetige Nachfrage nach Rindfleisch, und die Daten aus Oktober bestätigen stabile Preise in allen Kategorien. Die EU-Durchschnittspreise reichen von etwa €6.27/kg für Kühe bis €7.27/kg für Ochsen.
2.1 Junge Rinder
EU-Durchschnitt: €7.13/kg
Günstigstes: Litauen – €5.21/kg
Teuerstes: Österreich – €7.68/kg
Die Preise für junge Rinder zeigen einen klassischen Ost-West-Unterschied: Baltische Produzenten bieten einige der kostengünstigsten Rinder an, während Österreich fast €2.50/kg höher liegt.

2.2 Junge Bullen
EU-Durchschnitt: €7.13/kg
Günstigstes: Ungarn – €5.74/kg
Teuerstes: Spanien/Deutschland – €7.34/kg
Die Preise für junge Bullen bleiben knapp, aber stabil, mit Ungarn am unteren Ende und Spanien/Deutschland am oberen Ende.

2.3 Ochsen
EU-Durchschnitt: €7.27/kg
Günstigstes: Rumänien – €5.24/kg
Teuerstes: Deutschland – €7.42/kg
Die Ochsen bleiben das Premium-Rindfleischsegment, mit Deutschland an der Spitze und Rumänien, das die niedrigsten Ochsenpreise in der EU anbietet.

2.4 Männliche Rinder
EU-Durchschnitt: €6.98/kg
Günstigstes: Ungarn – €5.74/kg
Teuerstes: Deutschland/Spanien – €7.34/kg
Wie bei den jungen Bullen liegt Ungarn am unteren Ende, während Spanien und Deutschland am oberen Ende stehen.

2.5 Jungrinder
EU-Durchschnitt: €7.25/kg
Günstigstes: Ungarn – €4.45/kg
Teuerstes: Italien – €7.85/kg
Jungrinder zeigen eine der breitesten Preisspannen im Rindfleischsektor.

2.6 Kühe
EU-Durchschnitt: €6.27/kg
Günstigstes: Bulgarien – €4.64/kg
Teuerstes: Irland – €6.78/kg
Die Preise für Kühe sind weicher als die für junge Rinder, aber immer noch historisch stabil.

3. Schaf- & Ziegenfleisch
Schafsfleisch bleibt das teuerste rote Fleisch in der EU.
3.1 Leichtes Lamm
EU-Durchschnitt: €9.64/kg
Günstigstes: Litauen – €6.38/kg
Teuerstes: Kroatien – €12.43/kg
Die Preisspanne ist sehr groß, von etwa €6 bis über €12 pro Kilogramm.

3.2 Schweres Lamm
EU-Durchschnitt: €8.61/kg
Günstigstes: Rumänien – €5.98/kg
Teuerstes: Kroatien – €12.79/kg
Das Muster spiegelt das leichte Lamm wider, mit extremen Preisvariationen.

4. Geflügel: Huhn bleibt das günstigste Fleisch, aber Deutschland liegt weit über Polen
Huhn
EU-Durchschnitt: €3.04/kg
Günstigstes: Polen – €2.24/kg
Teuerstes: Deutschland – €4.60/kg
Huhn bleibt das am niedrigstenpreisige Fleisch in der EU, weist jedoch bemerkenswerte interne Preisunterschiede auf.

5. Was uns der Oktober 2025 über den EU-Fleischmarkt erzählt
Schafsfleisch ist der herausragende Hochpreissektor, mit EU-Durchschnittspreisen für Lamm zwischen €8.6–9.6/kg.
Die Rindfleischpreise sind in allen Kategorien stabil, insbesondere in den Premiumsegmenten.
Schweinefleisch bleibt das Volumenarbeitstier, im Allgemeinen zwischen €1.7–2.4/kg.
Huhn bleibt das günstigste Hauptprotein, obwohl die Preisspanne zwischen Polen und Deutschland groß bleibt.
Die Niederlande verzeichnen konstant die niedrigsten Preise für Schweine und Ferkel.
Die höchsten Rindfleischwerte erscheinen typischerweise in Italien, Irland, Spanien, Österreich und Deutschland.
Die niedrigsten Rindfleischwerte finden sich am häufigsten in Ungarn, Rumänien, Bulgarien und Lettland.
Preisspitzen im Fleisch: Vergleich zwischen Juli 2025 und Oktober 2025:

Im EU-Fleischmarkt spiegelt das allgemeine Muster der Preisspitzen im Oktober 2025 weitgehend wider, was wir im Juli gesehen haben, aber mehrere Kategorien zeigen eine merkliche Erweiterung der Lücke zwischen den günstigsten und teuersten Herkunftsländern. Schweinefleisch bleibt die stabilste Gruppe: die Niederlande bieten konstant die niedrigsten Preise, und Schweden bleibt am oberen Ende für die Klassen S und E. Nur Klasse R verschiebt sich, wobei Italien Griechenland überholt als der teuerste Markt, und bei den Ferkeln gibt es ebenfalls eine Veränderung, da Italien Schweden an der Spitze ersetzt.
Im Rindfleisch wird das Bild dynamischer. Während die üblichen kostengünstigen Anbieter (Ungarn, Lettland, Rumänien, Bulgarien) nahe am unteren Ende der Verteilung bleiben, bewegt sich das Premium-Ende mehr als im Juli. Im Oktober erscheinen Deutschland, Italien, Spanien und Österreich je nach Schnitt als die teuersten Märkte, die die früheren Juli-Hochs aus Luxemburg und Irland ersetzen. Dies schafft ein Gefühl größerer Preisstreuung innerhalb der Rindfleischsegmente im Vergleich zum Hochsommer.
Der Schafsfleisch-Sektor sticht am meisten hervor. Sowohl im Juli als auch im Oktober ist Kroatien bei weitem der teuerste Produzent für leichtes und schweres Lamm, aber die Lücke erweitert sich bis Oktober noch weiter. Die günstigsten Herkunftsländer (Lettland für leichtes Lamm und Rumänien für schweres Lamm) bleiben die gleichen wie im Juli, doch Kroatiens Premium wird noch extremer und festigt seine Position als EU-Ausreißer bei den Lammpreisen.
Schließlich bleibt Huhn die stabilste und vorhersehbarste Kategorie: Polen bleibt das günstigste und Deutschland das teuerste in beiden Monaten. Obwohl sich die Rangfolge nicht ändert, wächst die Lücke zwischen ihnen im Oktober leicht, was auf festere Hochpreis-Geflügelmärkte hinweist.
Insgesamt zeigt der Zeitraum von Juli bis Oktober einen Markt, in dem die Preisspiegel weitgehend stabil sind, aber Preisstreuungen zunehmen, insbesondere bei Lamm und bestimmten Rindfleischkategorien. Die kostengünstigen Anbieter der EU bleiben kostengünstig, aber hochpreisige Märkte verschieben sich mehr — und in einigen Fällen steigen sie sogar noch höher — bis in den frühen Herbst.
Quelle: https://agridata.ec.europa.eu/extensions/DashboardPrice/DashboardMarketPrices.html
